Immobilienpreise verhandeln: „Sie müssen den Schmerz des Verkäufers kennen“
Jeder Hauskäufer kann derzeit am Verhandlungstisch gewinnen, sagt Makler Michael Pabst. Er verrät, warum Quadratmeterangaben nie zu trauen ist, wie man die Problemzonen einer Immobilie ausfindig macht und Sympathien beeinflusst.

In der heutigen Immobilienlandschaft können Hauskäufer am Verhandlungstisch gewinnen, wie Makler Michael Pabst betont. Der Immobilienexperte teilt seine Erkenntnisse über die Kunst des Verhandelns, die Bedeutung von Quadratmeterangaben und die Identifizierung von Problemzonen in Immobilien.
Pabst beginnt damit, darauf hinzuweisen, dass Quadratmeterangaben oft nicht zu vertrauen sind. In vielen Fällen werden diese Angaben von Verkäufern oder Maklern bewusst übertrieben oder ungenau dargestellt, um den Kaufpreis zu erhöhen. Käufer sollten daher immer genau nachfragen und die tatsächliche Grundfläche selbst überprüfen, indem sie die Immobilie besichtigen oder einen Sachverständigen hinzuziehen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Immobilienverhandlung ist die Identifizierung von Problemzonen. Pabst rät, die Umgebung der Immobilie genau zu untersuchen, um mögliche Nachteile wie Lärmbelastung, schlechte Verkehrsanbindung oder Nachbarschaftsprobleme zu erkennen. Auch interne Probleme wie Feuchtigkeitsschäden, marode Installationen oder unzureichende Isolation sollten nicht übersehen werden. Käufer können diese Informationen nutzen, um den Verkäufer zu bewegen, den Preis zu senken oder zusätzliche Maßnahmen zu übernehmen.
Sympathie spielt eine entscheidende Rolle bei Immobilienverhandlungen. Pabst betont, dass es wichtig ist, eine persönliche Verbindung zum Verkäufer aufzubauen. Dies kann durch freundliche Kommunikation, Interesse an der Hintergrundgeschichte der Immobilie oder sogar durch kleine Geste wie das Angebot, eine Kaffeetasse zu trinken, erreicht werden. Solche Maßnahmen können dazu beitragen, den Verkäufer zu einer günstigeren Preisvereinbarung zu bewegen.
Darüber hinaus ist es wichtig, den Schmerz des Verkäufers zu kennen. Pabst erklärt, dass Verkäufer oft emotional an ihre Immobilien gebunden sind und den Verlust schwer verkraften. Käufer können dies nutzen, indem sie den Verkäufer daran erinnern, dass sie möglicherweise eine gute Gelegenheit verpassen, wenn sie nicht bereit sind, den Preis zu senken. Es ist jedoch wichtig, diese Tatsache mit Takt und Sensibilität einzusetzen, um nicht den Eindruck zu erwecken, dass man den Verkäufer ausbeute.
Zusammenfassend ist es für Hauskäufer heute möglich, am Verhandlungstisch gewinnen zu können. Durch das Bewusstsein für unzuverlässige Quadratmeterangaben, die Identifizierung von Problemzonen und die Einbindung von Sympathie in die Verhandlung können Käufer bessere Preisbedingungen erzielen. Es ist jedoch wichtig, diese Taktiken mit Weisheit und Respekt für die Verkäufer umzusetzen, um eine gegenseitig vorteilhafte Transaktion zu gewährleisten.









