Griesson – de Beukelaer: Chef des Prinzenrollen-Produzenten im Interview: „Werden Schokokekse zum Luxusprodukt?“
Der Keksbäcker kämpft mit hohen Kosten für Energie und Kakao. CEO Dany Schmidt tüftelt an Rezepten mit Alternativen für Schokolade und Zucker. Denn Diätspritzen senken den Appetit auf Süßes.

Griesson – de Beukelaer: Chef des Prinzenrollen-Produzenten im Interview: „Werden Schokokekse zum Luxusprodukt?“
In einem beleuchteten Büro in der Nähe von Brüssel sitzt Dany Schmidt, CEO von Griesson – de Beukelaer, und schaut auf die Kekse, die sein Unternehmen produziert. Die Firma, die für ihre Prinzenrollen bekannt ist, ist in einer Zeit der Herausforderungen: hohe Energie- und Kakaokosten bedrohen die traditionellen Rezepte. Doch Schmidt ist nicht nur besorgt, er ist auch innovativ. In einem Interview teilt er seine Gedanken über die Zukunft der Süßwarenindustrie und die Suche nach Alternativen für Schokolade und Zucker.
„Wir stehen vor einer Art Paradoxon,“ erklärt Schmidt. „Einerseits wollen Konsumenten immer noch die Qualität und den Geschmack, die wir ihnen bieten, andererseits müssen wir uns mit steigenden Kosten auseinandersetzen. Es ist eine Balance, die wir finden müssen, um unseren Marktplatz zu halten.“ Die Energiepreise haben sich in den letzten Jahren verdoppelt, und der Preis für Kakao ist um fast 50 % gestiegen. Diese Entwicklungen haben das traditionelle Geschäftsmodell von Griesson – de Beukelaer in Frage gestellt.
Doch Schmidt ist nicht nur auf die Kosten konzentriert. Er bemerkt auch, dass die Einstellung der Konsumenten sich ändert. „Diätspritzen und gesundheitliche Bewusstseinsbildung haben dazu geführt, dass Menschen weniger Zucker verzehren wollen. Wir müssen uns darauf einstellen, dass Süßes nicht mehr nur ein Luxus ist, sondern ein Produkt, das in den Rahmen einer gesunden Ernährung passt.“
In dieser Situation sucht Schmidt nach Alternativen. „Wir experimentieren mit Rezepten, die weniger Schokolade und Zucker enthalten, aber dennoch den gleichen Geschmack bieten. Es ist eine Herausforderung, aber wir glauben, dass es möglich ist, Qualität und Nachhaltigkeit zu vereinen.“ Eine der Lösungen, die Schmidt erwägt, ist die Verwendung von alternativen Süßungsmitteln. „Es gibt viele pflanzliche Süßstoffe, die wir testen, um den Zuckergehalt zu reduzieren, ohne den Geschmack zu beeinträchtigen.“
Ein weiterer Aspekt, der die Branche bewegt, ist die Frage, ob Süßwaren wie Schokolade und Kekse zu Luxusprodukten werden könnten. „Wenn die Kosten weiter steigen, könnte es sein, dass Süßes weniger zugänglich wird. Aber wir müssen auch daran denken, dass es immer noch eine Rolle in unserem Leben spielt – als Belohnung, als Geschenk oder einfach als kleine Freude im Alltag.“
Schmidt betont, dass Griesson – de Beukelaer nicht nur auf die Kosten achtet, sondern auch auf die Nachhaltigkeit. „Wir arbeiten daran, unsere Lieferketten zu optimieren und unsere Energiequellen zu diversifizieren. Es ist wichtig, dass wir unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft einhalten.“
In der Zukunft sieht Schmidt eine Chance in der Innovation. „Wir müssen uns ständig weiterentwickeln, um den Erwartungen unserer Kunden gerecht zu werden. Es geht nicht nur darum, die traditionellen Rezepte zu bewahren, sondern auch neue Wege zu beschreiten, die sowohl für die Konsumenten als auch für unsere Umwelt gut sind.“
Griesson – de Beukelaer ist also nicht nur ein Unternehmen, das Kekse backt, sondern auch ein Pionier in der Suche nach nachhaltigen und gesunden Lösungen für die Süßwarenindustrie. Mit Dany Schmidts Führung und seiner Vision für die Zukunft ist das Unternehmen bestrebt, nicht nur zu überleben, sondern auch zu prosperieren in einer verändernden Welt.










